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Gemeindeverwaltung Anrode
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Veranstaltungen

  • Mo, 24. April 2017
    Kaffeenachmittag des Seniorenvereins Zella (Gemeinderaum)
  • Di, 25. April 2017
    Markusprozession - kath. Pfarrgemeinde
  • Do, 27. April 2017
    Schnuppertag und Anmeldung im Hort der Grundschule
  • Fr, 28. April 2017, 16.00 - 19.00
    Blutspende in der Gemeindeschänke
  • So, 30. April 2017
    Maifeuer des Wandervereins auf dem Kuhrasen

Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar kurze Anregungen für Ausflüge in die nähere Umgebung nennen:

Örtliche Sehenswürdigkeiten:

Kloster Anrode
Ein Kleinod der Gemeinde Anrode und Anziehungspunkt für Besucher des Eichsfeldes ist das noch gut erhaltene ehemalige Zisterzienserinnenkloster Anrode. Gegründet am 18.05.1268 als Stiftung des Ritters Heinrich Kämmerer von Mühlhausen hatte es Bestand bis zur Säkularisation. Die Gemeinde Anrode ist in Verbindung mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde bemüht, die Klosteranlage aufgrund ihrer historischen Bedeutung zu erhalten.

Lange vor der Klostergründung gab es eine kleine Siedlung an diesem Ort, der heute noch durch die Klosteranlage Anrode beschrieben ist. Das damalige Dorf fand mal die Bezeichnung Annenrode, mal Annirod. Im 13. Jahrhundert hörte das alte Kirchendorf auf, Dorf zu sein und wurde dann durch das neu gegründete Zisterzienserkloster wieder belebt.
Im Jahr 1274 war die Gründung des Nonnenklosters Anrode durch die Genehmigung des Landesherren Landgrafen Albert von Thüringen vollendet. Es gehörte dem Zisterzienserorden an und erlebte in den ersten achtzig Jahren seines Bestehens die Blütezeit.
Die wirtschaftliche Situation, Unruhen und die politische Lage waren Ursachen dafür, dass man bis 1577 von einem stetigen Verfall von Anrode sprach. Danach übernahm David Böddener das Amt eines weltlichen Kirchenvorstehers. Probst Böddener, kann als Neubegründer bezeichnet werden. Es gelang ihm bis zu seinem Tode 1612 das Nonnenkloster in seinem Inneren und Äußeren vollständig zu erneuern. Der 30jährige Krieg brachte das Kloster wiederum an den Rand des Abgrundes von dem es sich sehr lange Zeit nicht erholen konnte. Erst 1778 kam das Stift wieder aus seiner Not. Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung dieser Zeit verbesserte sich auch der religiöse Stand des Klosters und Anrode erlangte wieder Anerkennung.
Durch ein Dekret wurden die Frauenklöster 1810 geschlossen, und somit war die
500 jährige Geschichte des Zisterziensernonnenklosters beendet.
Das gesamte Klostergut wurde 1811 an den Hannoverschen Oberamtmann Wedemeyer verkauft, der es wie sein Nachfolger, die Familie Wiersdorf, als Gutsbetrieb bewirtschaftete bis es an den Landkreis Mühlhausen verkauft wurde. Ein Teil der Gemarkung und die Klostergebäude kamen 1927 zur Gemeinde Bickenriede. Es begann die gewerbliche Nutzung der Gebäude durch eine Flachsrösterei und später eine Seilerfabrik.
Die Gemeinde Bickenriede kaufte nach der politischen Wende 1993 die Gebäude, die ehemals von einem volkswirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet wurden.
Bei der ehemaligen Klosteranlage Anrode handelt es sich um ein eingetragenes Kulturdenkmal.
In Zusammenarbeit von Gemeindeverwaltung, Deutscher Stiftung Denkmalschutz, Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege, sowie der unteren Denkmalschutzbehörde erfolgten notwendigste Sicherungsarbeiten, um einen weiteren Verfall zu stoppen. Das erhaltene ehemalige Herrenhaus, ist durch seine Gestaltung und zentrale Lage ein Blickfang für alle Besucher.
Aufgrund des historischen Wertes der Anlage wurden einzelne Gebäudeteile restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt. So wurden ehemalige Stallungen zu einem Museum für alte Handwerkstradition umgebaut, ebenfalls wurde ein kleines gastronomisches, dem Ambiente entsprechendes Domizil, die Klösterschänke, geschaffen und in der historischen Scheune finden jährlich zahlreiche Kulturveranstaltungen statt.
Des weiteren findet seit Jahren immer am 2. Samstag im Monat (von April – Oktober) der schon über die Gemeindegrenzen bekannt gewordene Tier- und Bauernmarkt statt. Ebenfalls ein Höhepunkt auf dem Gelände des Klosters ist der seit einigen Jahren durch den Förderkreis Kloster Anrode e.V. veranstaltete Weihnachtsmarkt am 2. Adventssonntag.
Das Kloster bietet sich auch gut als Ausgangspunkt für Wanderungen an. So kann man z.B. vom Kloster aus an den Fischteichen vorbei zu den drei Eichen gehen. Von dort den ausgebauten Waldweg durch die Hollau nehmen und über die alte Klosterstraße zurück zum Kloster wandern.

Zur Unterstützung der Gemeinde bei der Erhaltung des Kulturdenkmales wurde 1996 der Förderkreis Kloster Anrode e.V. gegründet.

Weitere Informationen erhalten Sie auf folgender Internetseite:
www.kloster-anrode.de