Kontaktadresse

Gemeindeverwaltung Anrode
Hauptstrasse 55
99976 Anrode OT Bickenriede
Tel.: 036023 / 570 - 0
Fax.: 036023 / 570 - 16
E-Mail senden

Veranstaltungen

  • Fr, 28. Juli 2017
    Blutspende im Marienheim
  • Sa, 5. August 2017, 20.00
    Antrinken zum Brückenfest (Heimatverein Zella e. V.)
  • So, 6. August 2017
    Brückenfest (Heimatverein Zella e. V.)
  • Sa, 12. August 2017
    Einschulung
  • Sa, 12. August 2017, 08.00 - 13.00
    Tier- und Bauernmarkt

In den katholischen Kirchen des Eichsfelds erfreuen sich die alljährlich mit großer Liebe zum Detail errichteten Weihnachtskrippen
einer wachsenden Beliebtheit in den Pfarrgemeinden und bei zahlreichen Gästen. Seit 1990 laden Kirchengemeinden im Eichsfeld
in der Zeit zwischen Weihnachten und Ende Januar Einheimische und Gäste ein, den „Südeichsfelder Krippenweg“ zu besuchen.

Auf einer empfohlenen Route bieten Weihnachtskrippen mit ihren unterschiedlichen Größen und künstlerischen Gestaltungen eine
gute Möglichkeit zum Verweilen, Betrachten oder Gebet in weihnachtlich sakraler Atmosphäre. Dazu sind die Pfarrkirchen ganztägig
geöffnet und die Krippen meist beleuchtet. Nach Voranmeldung in den jeweiligen Pfarrämtern ist es möglich, Führungen an der Krippe und im Kirchenraum zu erhalten.

Mittelpunkt des Südeichsfelder Krippenweges ist die größte Dorfkirche des Eichsfeldes, die Pfarrkirche St. Georg & Juliana in Küllstedt. In ihr nimmt die den ganzen Chorraum ausfüllende Weihnachtkrippe eine hervorragende Stellung ein. Die vor über 60 Jahren in Oberammergau geschnitzten 53 Holzfiguren gelten als die bemerkenswertesten der ganzen Region.

Vor einem Hintergrund mit bis zu 13 Meter hohen Fichten und einem 3 Meter hohen Krippenstall sind die typischen Krippenszenen von Hirtenfeuer, Anbetung der Könige und Ziehbrunnen zu finden. Die Blicke der Betrachter aber werden vor allem auf die Heilige Familie gelenkt, die mit Hirten, Ochs und Esel den Mittelpunkt der gesamten Krippendarstellung ausmacht. Weitere Stationen, zu denen der Südeichsfelder Krippenweg alljährlich ab dem Weihnachtsfest führt, sind in der Stadt Dingelstädt die Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters auf dem Kerbschen Berg und im Dorf Kefferhausen die Kirche St. Johannis mit einem Weihnachtsfenster im Altarraum. Auf der Straße über die Eichsfelder Höhen führt die Route zur höchst gelegenen Kirche des Eichsfeldes, zu St. Alban in Effelder. Diese Kirche wird im Volksmund wegen ihrer exponierten Lage auch "Eichsfelder Dom" genannt, da sie weithin sichtbar auf der Höhe über dem Ort erbaut wurde.

Im typischen Eichsfeldort Großbartloff, der beim Durchfahren mit zahlreichen Fachwerkhäusern auf sich aufmerksam macht, kann der Besucher in der Kirche St. Peter und Paul neben der Weihnachtskrippe auch eine in ganz Thüringen einmalige "Doppelmadonna im Strahlenkranz" aus den Anfängen des 16. Jh. bewundern.
Von der St.-Ursula-Kirche in Geismar aus windet sich der Krippenweg zur Wallfahrtskirche „Christus der Erlöser“ auf den Hülfensberg hinauf, wo in der spätgotischen Kirche mit ihrem über 800 Jahre alten romanischen "Kreuz der Hülfe" eine Krippe zu sehen ist, die mit den sogenannten "Stoff bekleideten Figuren" eine Besonderheit auf dem Krippenweg darstellt.

Von dem 448 Meter hoch gelegenem Hülfensberg aus verläuft der Weg weiter in das Tal zur Marienkirche von Lengenfeld unterm Stein. Im Dorf vorbei an dem 240 m langen und 38 m hohen Eisenbahnviadukt (nicht mehr in Betrieb) kommt man im Inneren der Kirche zu einer Kirchenkrippe, die im Altarraum stehend mit Figuren von dem Eichsfelder Bildschnitzer Johannes Merker aus dem Nachbarort Wilbich gestaltet ist.

Nachdem der Besucher vorbei an Kloster Zella zur Pfarrkirche St. Jakobus in Struth gelangt ist, wird er dort neben der Weihnachtkrippe eine Kunstwerk besonderen Art vorfinden. In der aus dem 18. Jh. stammenden Darstellung der "Anna Selbdritt" erkennt der Betrachter neben dem Jesuskind und der Mutter Maria auch die "Großmutter Jesu", die hl. Anna. Sie trägt ihre beiden Nachkommen auf ihren Knien. 


Zum Abschluss der Route des Südeichsfelder Krippenweges füllt in Bickenriede in der Pfarrkirche St. Sebastian die Weihnachtskrippe wieder den ganzen Altarraum aus. Vor dem barocken Hochaltar ist das Geschehen der "Geburt des Herrn" aus großen Holzfiguren nachgestaltet, die ebenfalls vom einheimischen Bildschnitzer Merker stammen.

In der Zeit vom 1. Advent bis Ende Januar finden im Rahmen des Südeichsfelder Krippenweges verschiedene Veranstaltungen statt. Es werden in den teilnehmenden Orten Krippenausstellungen, Adventsnachmittage und Konzerte angeboten. Nachfolgend das aktuelle Programm: